Gelungen: Markus Del Monego präsentiert Frescobaldi

Frescobaldi in MönchenwerthTief draußen im Meerbuscher Niemandsland, dort wo sich Verena und Franjo Pooth gute Nacht sagen, gibt es ein idyllisch gelegenes Restaurant: Landhaus Mönchenwerth. In einem angenehm kleinen Kreis von etwa 25 Personen stellten Markus del Monego und Marchese Lamberto de Frescobaldi einige herausragende Weine der traditionsreichen toskanischen Adelsfamilie vor, die schon seit über 700 Jahren Weinbau betreibt. Gewohnt souverän und unterhaltsam kommentierte Markus eine kleine Vertikale der Jahrgänge 2000, 2001 und 2003 vom Luce (eine Rebsortencuvée aus Merlot und Sangiovese – Gemeinschaftsprojekt mit Robert Mondavi) und setzte das Publikum, mich eingeschlossen, mit viel Gespür auf die richtige Fährte, die wichtigsten Jahrgangsunterschiede herauszuarbeiten. Mein persönlicher Favorit ist der 2003er, ein Wein von unglaublicher Wucht, der schon gut zu trinken ist, aber noch viele Jahre Reifepotenzial besitzt. Essen gab’s nach der Vertikalen auch noch: Gambas im Reisblatt mit Krustentierschaum (Wein: 2004 Pomino Il Benefizio), Geschmorte Rehkeule mit Maronen und Trompetenpilzen (Wein: 2003 Mormoreto und 2004 Tenuta di Castiglioni) und zum Dessert eine Mascarponecreme mit Walsnusseis und Mandelkrokant (Wein: 2001 Pomino Vinsanto). Und was in den Gesprächen am Rande alles zu erfahren war, würde den Rahmen dieses Beitrags definitiv sprengen.