Das Dilemma mit dem Rohmilchkäse

KäseSo ein wunderbar affinierter Rohmilchkäse kann ein großer Genuss sein. Nur leider wird der Genuss durch einen Effekt geschmälert, der dem Verzehr allzu oft folgt: Blähungen. Gestern erzählte mir einer meiner Fußballkollegen, dass der Prozess oft schon bei der luftdichten Verpackung von Rohmilchkäse zu beobachten ist. Ich finde zwar, dass Rohmilchkäse nicht in luftdichte Verpackungen gehört, aber egal, darum soll es hier jetzt nicht gehen. Ich hörte also, dass manche Verpackungen von Rohmilchkäse sich manchmal wie Fußbälle aufblähen, und etwas ähnliches würde im Grunde auch in meinem Darmtrakt passieren, nachdem ich Rohmilchkäse gegessen habe. Natürlich vergaß er nicht zu erwähnen, dass Clostridien im Rohmilchkäse vorkommen können und andere Bakterien, die wegen der vorgeschriebenen Maximalerhitzung, die nicht über vierzig Grad liegen darf, auch nicht abgetötet werden können. Tja, die Skepsis eines Mannes, der jeden Tag mit der Herstellung von Käse zu tun hat, kann ich natürlich nicht einfach ignorieren. Aber auf die Geschmacksvielfalt von Rohmilchkäse möchte ich auch nicht verzichten. Großen Genuss gibt’s halt selten risikolos. Nebenwirkungen müssen fast immer einkalkuliert werden, zum Beispiel wenn ich Fisch esse oder Schalentiere oder Süßes oder Fetthaltiges oder Alkoholisches. Meine Devise: Nur vielseitiger Genuss schützt wirklich. Wer nach guten Einkaufsadressen für Käse sucht, wird vielleicht hier fündig: Käse aus Frankreich.