Kaffee: Ist der Wacheffekt nur eine Entzugserscheinung?

Kekse1Gerade las ich einen interessanten Beitrag auf food manufacture von Sarah Britton über die Wirkung von Coffein. Nach einer Theorie von Peter Rogers, Professor für Biologische Psychologie an der Universität Bristol, macht Coffein nicht wach. Zu seiner Einschätzung kommt Rogers auf Grundlage einer Testreihe. Er sieht das Problem eher im Entzug der Droge, wodurch regelmäßige Kaffeetrinker ohne ihre morgendliche Dosis nicht richtig wach würden. Langzeitabstinzler würden Rogers Ergebnissen zufolge nämlich überhaupt nicht von Coffein profitieren. Seine Äußerungen sorgen für Zündstoff in Großbritannien. Der britische Kaffeeverband hielt jedenfalls gleich mal pauschal dagegen: Kaffee habe in jedem Fall positive Effekte auf das Wachhalten und die Konzentration, so der Kommentar. Da steht mal wieder Wissenschaft gegen Lobby-Arbeit. Sicher zaubern die Kaffeeverbände schon bald ein paar Studien aus dem Hut, die Rogers Theorie ins Wanken bringen sollen. So rein selbsterfahrungsmäßig würde ich Rogers zustimmen wollen, denn wenn ich längere Zeit ohne Kaffee klarkommen muss, fühle ich mich schon nach einigen Tagen Verzicht morgens genauso wach, wie vorher nach dem obligatorischen Milchkaffee.