ProWein 2007 mit Cocktails aus der Molekularen Küche

Bitters Blog zitiert eine – zugegeben zu stark aufgeschäumte – Pressemitteilung der ProWein 2007, die gerade in Düsseldorf stattfindet und weist so auf Heiko Antoniewicz Auftritt im Rahmen der Messe für das Magazin FIZZZ hin. Heiko mixt dort ein paar Drinks auf der Basis seines Wissens im Bereich Molekularküche.
Die prophetischen Fähigkeiten des Autors Joerg Meyer erstaunen mich allerdings, denn er schreibt, dass der molekulare Trend zwar vor Jahren angefangen habe, sich aber nie durchsetzen würde. Woher nimmt er diese Weisheit? Wie so viele Kritiker der Molekularküche versteht auch Meyer leider nicht, worum es geht. Es geht um keinen Trend. Es geht nicht um Effekthascherei (außer vielleicht bei denen, die es ahnungslos nachmachen), sondern es geht um Kochen mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse. Auch Cocktails können davon profitieren. Diese Kritiker trinken Rotwein, der in computergesteuerten Edelstahltanks die malolaktische Gärung durchgemacht hat, sie essen Eis, das in der Sorbetiere hergestellt wurde und sie genießen emulgierte Vinaigrette am Salat, aber wehe jemand arbeitet mit Texturizern oder gar mit Stickstoff – da ist dann das Geschrei dieser vermeintlichen Puristen groß. Tss.