Der kompottsurfer als Mozzarella-Motzer

Da wollte ich am letzten Samstag mal was ganz Besonderes kaufen, weil wir für den Sonntagmorgen Gäste zum Brunch eingeladen hatten. Wie so viele, mögen auch sie gerne Tomate-Mozzarella. Mir war klar, dass ich diese Kombination zur jetzigen Jahreszeit nur in notdürftiger Qualität zustande bringen würde, denn schon allein die Fahndung nach halbwegs geschmackvollen Tomaten ist zu dieser Jahreszeit so nervtötend wie der andauernde Abstiegskampf meines Lieblingsclubs. Und das Basilikum auf unserer Terrasse gibt auch noch nichts her. Das gekaufte ist nur ein doofer Kompromiss. Da sollte es also wenigstens Büffelmozzarella sein.
Ich kaufte also was, legte dafür ein paar Fantastillionen Euros auf die Theke des Käsestands und machte – zuhause angekommen – einen Vergleichstest mit billigem Kuhmilchmozzarella aus dem Supermarktregal. Und auch wenn mich die Puristen jetzt steinigen, die Unterschiede waren minimal. Lediglich die Konsistenz des Büffelmozzarellas, die sich etwas brüchiger und weniger homogen zeigte, war deutlich anders. Geschmacklich tat sich nicht viel. Ich vermute mal, dass der Anteil Kuhmilch in diesem Büffelmozzarella besonders hoch war. Dann habe ich für einige Stunden den billigen Supi-Mozzo in die Büffel-Lake gelegt, und siehe da, die Unterschiede waren anschließend noch weniger zu schmecken.
Im Sommer, wenn die geschmackvollen Freilandtomaten vom Klosterberghof reif sind und das Basilikum auf der Terrasse üppig gewachsen ist, werde ich noch mal einen Test machen. Dann besorge ich mir den Büffelmozzarella aber vom italienischen Lebensmittelhändler meines Vertrauens. Ich ärgere mich, dass ich das nicht schon am Samstag gemacht habe. Aber da war ich einfach nicht bereit, einen Umweg ans andere Ende der City in Kauf zu nehmen. Tja, die Quittung hab’ ich dafür ja bekommen. Übrigens: Auf einer Seite der TU-Berlin fand ich interessante Infos zur Mozzarella-Produktion. Guckst du hier.