Kerners Köche: Insekten, Nudelhärte und Lafers Avocadotrick

Nach Wochen der Abstinenz landete ich gestern mal wieder in Kerners Kochprogramm, nachdem ich mir in der Stunde zuvor Mel Gibson als Max Rockantansky im Endzeitklassiker Mad Max II – Der Vollstrecker auf RTL2 angetan hatte. Was ich ja gar nicht fassen konnte: VfL Bochums Mittelfeldstar Zvjezdan Misimovic sieht dem jungen Mel Gibson in Mad Max II verdammt ähnlich. Aber das nur nebenbei.
Kerners Köche
Gerade als Max mit großem Genuss Hundefutter aus der Dose vertilgte, dachte ich, höchste Zeit auf Kochprogramm umzuschalten. Den Abend bei Kerner im ZDF bestritten diesmal Cornelia Poletto, Alfons Schuhbeck, Johann Lafer, Alexander Herrmann und Mario Kotaska. Thema: Buffet. Die vorgestellten Gerichte machten mich diesmal nicht so an, aber mir gefielen Herrmanns Gratinierte Makkaroni-Schinkentörtchen, weil sie prima für Kindergeburtstage geeignet sind. Aus Lafers Rezept nehme ich die reizvolle aromatische Kombination von Koriandergrün und Avocados sowie die Erkenntnis mit, dass Enzyme aus den Kernen der Avocodo angeblich das Braunwerden des Fruchtfleischs verhindern sollen. Legt man den ausgelösten Kern also mit dem Fruchtfleisch in den Salat, verhindert das angeblich die durch Oxidation verursachte Farbveränderung. Auch von den anderen anwesenden Köchen wusste das niemand. Ich bin allerdings skeptisch, ob das wirklich so stimmt, oder ob nicht die Säure des Salatdressings (Zitrone oder Essig) entscheidend ist. Letzteres ist natürlich schon lange bekannt.
Überhaupt wurden gestern erfreulich viele Informationen transportiert, was mir bei einer Kochsendung ja immer besonders wichtig ist. So erfuhren die Zuschauer von Cornelia Poletto, dass es in Italien ein Nord-Süd-al-dente-Gefälle gibt. Je weiter man in den Süden des Landes kommt, sagte sie, um so bissfester würde die Pasta serviert. Kann ich nicht beurteilen, südlicher als Rom war ich nie unterwegs. Und dann gab es da noch die Situation mit dem krabbelnden Insekt auf Kotaskas angerichtetem Rinderfilet. Gerade als ich mir vorstellte, wie genüsslich Stefan Raab diese Szene wohl in seiner Sendung kommentieren würde, und ich mich vor Lachen kaum mehr halten konnte, wurde mir plötzlich klar, dass das Insekt nicht auf dem Teller sondern auf der Mattscheibe meines Fernsehers herumkrabbelte.