Erneut Abschaffung der CMA gefordert

Pünktich zum Beginn der Anuga in Köln flammt die Diskussion um die Abschaffung der Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft CMA wieder auf. Es geht in der Hauptsache um die Zwangsabgaben der Erzeuger und die Verwendung der eingezahlten Mittel. Das Gault Millau Magazin hat in seiner neuesten Ausgabe die Problematik umfangreich dargelegt und deutlich gemacht, warum eine Abschaffung sinnvoll ist. Die Argumente liegen bar auf der Hand, denn die CMA kassiert von den Bauern 0,4% des Warenwerts von Agrarprodukten wie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte und Bier, darf aber aufgrund eines EuGH-Beschlusses die Vorzüge deutscher Produkte nicht mehr anpreisen – wodurch die Nützlichkeit der CMA von den betroffenen Produzenten logischer Weise infrage gestellt wird. Nach einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln, das ausgesetzt wurde, soll nun das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob den Bauern die CMA-Zwangsabgabe überhaupt noch zuzumuten ist. Das Urteil wird für 2008 erwartet.