Die Milch macht’s ….. jetzt noch länger

In den letzten zwei Wochen fiel mir bei meinen Frischmilcheinkäufen auf, dass die auf den Packungen aufgedruckten Haltbarkeitsdaten deutlich längere Zeitspannen zwischen Einkauf und Verfallstermin beschrieben als ich das bisher gewohnt war. Maximal fünf Tage standen früher auf der Ablaufuhr, aber jetzt sind es sage und schreibe 17 (!!) Tage Haltbarkeit. Also wenn ich H-Milch will, dann kaufe ich auch H-Milch.
Aus den gewohnt gut unterrichteten Kreisen in meiner Bekanntschaft erfuhr ich, dass die Milch mittlerweile bei oft deutlich höheren Temperaturen als den standardisierten kurzzeitigen 75-85° Celsius erhitzt wird. Für so genannte ESL wird sogar bis auf 127° C. erhitzt, also nur 8° C. weniger als für H-Milch. Das geht natürlich zu Lasten des Aromas, und auch einige Vitamine der B-Gruppe dürften das nicht schadlos überstehen. Verbraucherfreundlich wäre es, wenn auch das Abfülldatum auf der Milchpackung zu finden wäre. Dann könnte der Verbraucher gleich erkennen, ob er es mit frischer oder auf Haltbarkeit getrimmter Milch, die kurz vor dem Exitus steht, zu tun hat. Wer die Mühe nicht scheut, könnte die Packungen sammeln und aus der Kodierung über kurz oder lang das Abfülldatum entschlüsseln, das je nach Produzent unterschiedlich kodiert ist. Ich werde es mal versuchen und meine Ergebnisse ins Netz stellen.