Ein Bochumer in München (2): Messer für die Ewigkeit

Meinen Wochenendtrip nach München habe ich nicht nur für Gastronomiebesuche genutzt sondern auch für einen Rundgang über die internationale Schmuckmesse Inhorgenta, wo meine Liebste ihr aktuelles Programm vorstellte. Ausgerechnet auf dieser Messe entdeckte ich die schönsten und eindrucksvollsten Küchenmesser, die ich je in der Hand hatte, und ich hatte schon verdammt viele in der Hand.
Rund dreißig Messer pro Jahr, dass ist die Ausbeute von Diplomdesigner Christof Jamin aus Pforzheim, der seine außergewöhnlichen Stücke in Handarbeit aus Damaszenerstahl fertigt. Er nutzt die alte Technik des Feuerschweißens und kombiniert sie mit computergestütztem Design. Auf seiner Website ist das spektakulärste Messer leider noch nicht zu finden. Es hat einen bläulich schimmernden Griff aus – kein Witz – versteinerten Mammutstoßzähnen und liegt traumhaft gut in der Hand. Kein Wunder, dass Christofs Messer angesichts der besonderen Materialien und der aufwändigen Verarbeitung zwischen 1.500 und 3.000 Euro kosten. Sie sind es wert, weil sie nicht nur als besonderes Küchenwerkzeug, sondern auch als nobles Familienerbstück taugen.