Ein lecker ungesunder Tag in München

Gestern war ich zu einem Interviewtermin bei Holger Stromberg in München unterwegs. Bei der Gelegenheit habe ich natürlich auch Strombergs jüngste gastronomische Errungenschaft, die in den Münchener Medien gefeierte Imbissbude Curry 73, im ehemaligen Pförtnerhäuschen an der Balanstraße 73, in Augen- und Gaumenschein genommen. Die verschärfte Optik mit dem Flammenlogo auf der Fassade kommt auch bei den Jungs der Polizei gut an, die gestern dort gemeinsam mit einer Kompanie Managern imbissten. Und verschärfte Saucenvariationen gibt’s im Curry 73 auch. Weicheier nehmen harmlos oder bisschen scharf (wie ich). Ganze Kerle oder knallharte Frauen wählen dagegen Scheiße scharf.
Weil Strombergs Pommes, Currywurst Mayo – die Mayo ist die beste und bekömmlichste, die ich je in einer Imbissbude reingeschoben habe – bei mir nicht den berüchtigten Ich-will-jetzt-Magenbitter-Zustand erzeugten, zog ich weiter zum Traditionscafé Woerner’s am Marienplatz. Da versenkte ich dann noch ein Stück Sacher- sowie Cointreautorte, während auf dem Platz Fans von Juventus Turin ihre schwarz-weißen Schals schwenkten.
Später sah ich mir noch Systemgastronomie an. Im GAST an der Rosenheimer Straße muss der Gast sein Essen und Trinken selbst holen. Motto: Jeder Gank macht schlank, wie wir im Ruhrpott sagen. Und alles ist durchtechnologisiert. Beim Betreten des Lokals erhalte ich eine Chipkarte, über die an den Ausgabetresen für Speisen und Getränke jede Bestellung gebucht wird. Wer bei den Front Cooks in den offenen Buffetküchen Essen bestellt, erhält eine Art Zubereitungstamagotchi, das piept und blinkt, sobald das Gericht fertig ist und abgeholt werden kann. Kurzum, die Pizza mit Rucola und Parmaschinken war nicht nur groß sondern auch knusprig, und das Weißbier vom Fass erinnerte mich daran, dass ich eigentlich noch beim Hax’n Huber vorbeischauen wollte. Verschoben auf’s nächste Mal.
Hier noch eine kleine Bildgalerie.