InGloriasBasta!

Schon gleich nach dem Aufstehen heute früh war mir klar, dass es möglicherweise kein guter Tag werden würde. Der stechende Schmerz in der Adduktorengegend meines linken Beines wollte mir nämlich etwas sagen. Und zwar mindestens schon mal das, dass irgendeiner dieser gestern gejoggten Kilometer schlecht gewesen sein muss.
Weil es an der Obstfront ziemlich dürftig aussah, und ich gestern nicht mehr zum Händler gekommen war, musste ich das heute leider noch vor dem

Dicht gemacht: Café Gloria’s am Bochumer Hellweg

Frühstück abwickeln. Glücklicherweise hat der Laden schon ab 7 Uhr geöffnet. Wegen der Eile und dem Hinkebein fuhr ich mit dem Auto. Fünf Minuten Einkaufszeit reichten aus, um die vorörtlichen Dorfpolizisten auf den Plan zu rufen, die mir ein Ticket für falsches Parken anhefteten.
Nach dem Frühstück und dem Ende der ersten Arbeitstaghälfte wollte ich mir mittags gemütlich einen Kaffee in der City trinken. Ein bisschen runterkommen halt. Seit knapp neun Jahren steuere ich dafür gerne das Gloria’s am Hellweg an. Aber was müssen meine müden Augen lesen: Danke. Das Cafe Gloria’s am Hellweg macht Platz für neue Ideen. Platz für neue Ideen? Den Laden dichtzumachen halte ich für eine ziemlich doofe neue Idee. Cafés mit Wohlfühlatmosphäre werden immer rarer in einer Zeit, wo inzwischen jede drittklassige Bäckerei ein Abteil für den Konsum von Lattematschiato eingerichtet hat.
Mir wird das nette Personal fehlen, allen voran Barista Micha, mit dem ich immer so prima die Lage des VfL Bochum erörtern konnte. Dazu die vielen vertrauten Gesichter unter den Gästen, der erstklassige Kaffee sowieso und der Freisitz für die warmen Tage. Ja, es gibt seit ein paar Jahren auch noch ein Café Gloria’s wenige hundert Meter weiter, an der Massenbergstraße. Atmosphärisch kann das aber leider so gar nicht mithalten mit der ersten Location.
Über das Warum der Schließung wird derweil viel spekuliert. Ich mach’ da aber erst mal nicht mit. Später vielleicht, wenn ich den Schock verdaut habe.