Rachs Restaurantschule und der entblutete Konsum

Das war gestern mal eine richtig gute Folge von Rachs Restaurantschule, was nicht am tränendrüsigen Rausschmiss von Jennifer lag und auch nicht an den amüsanten bis haarsträubenden Versuchen der Ausbildungskandidaten, als private Gastgeber von Rach zu überzeugen. Es war der Besuch der Truppe auf dem Schlachthof, der mich von der Folge überzeugte. Der kompottsurfer hat ja schon das eine oder andere Mal den entbluteten Konsum zum Thema gemacht, und da fand ich Rachs Idee, der ganzen Rasselbande mal lebendig bis tödlich vor Augen zu führen, was passieren muss, damit Köche Fleisch zu Braten machen können, ausgesprochen lehrreich. Der schöne Bulle musste sterben. Gut auch, dass die Kamera draufblieb als das Tier sein Leben aushauchte und die Schlachter ihren blutigen Job machten. Fleisch ist eben kein Gemüse, auch wenn irgendwelche Spaßvögel das gerne so formulieren. Damit keine Irritationen aufkommen: Ich bin kein Vegetarier, aber das gedankenlose, regelmäßige Fleischessen geht mir schon reichlich auf den Geist.
Schade nur, dass RTL in den Zusammenschnitten auf ihrer Internetseite ausgerechnet diese Passage ausblendet und lediglich den ganzen Sozialklimbim zusammenfasst.