Neu in NRW: Schlechte Restaurants bekommen offizielles Mängelsiegel an die Tür geklebt

Es wird in NRW derzeit zahlreiche Gastronomen mit Muffensausen geben. Denn Lebensmittelkontrolleure werden in Zukunft die Einhaltung behördlicher Qualitätsstandards eines Lokals öffentlich kundtun. Und zwar an der Eingangstür des jeweiligen Gastronnomiebetriebs. Das berichtete das WDR-Fernsehen vor wenigen Minuten in der Aktuellen Stunde. Wer bei den letzten Kontrollen mangelhaft abgeschnitten hat, bekommt von den Prüfern ein entsprechendes Malus-Symbol ans Portal gepappt. So können potentielle Besucher wirksam abgeschreckt werden vor den Pfuschern in der Branche. Oder aber erkennen, das alles okay ist. Denn orientiert am Ampelsystem zeigt ein Siegel in Grün, dass die Anforderungen erfüllt sind. Anforderungen teilweise erfüllt wird in Orange, Anforderungen unzureichend erfüllt in Rot angezeigt. Insgesamt werden immer die Ergebnisse der letzten drei Kontrollen für den Gast ersichtlich sein.
Zwar sollte pätestens seit Erfindung von TV-Formaten wie Die Kochprofis – Einsatz am Herd oder Rach, der Restauranttester auch dem letzten Gutgläubigen klar geworden sein, dass es nicht nur ein paar Schwarze Schafe in der Gastronomieszene gibt, sondern ganze Schwarzschafherden. Da dass Schwarz aber für Außenstehende kaum erkennbar ist, wollen die Behörden für den Durchblick sorgen. Zentrale Elemente dieses so genannten  Transparenzsystems sind Sauberkeit im Gastraum, Hygiene in Küche und Vorratsräumen sowie die Verlässlichkeit der Eigenkontrollen. Die Entscheidung über eine bundesweite Einführung des Systems steht aber noch aus.
Der kompottsurfer hält den Schritt für seriöser als die plakative Ekelliste, die in Berlin für Furore gesorgt hat und einem öffentlichen Pranger gleichkommt. Prinzipiell ist es aber absolut richtig, konsequent einzuschreiten, wenn Gastronomen ihren Hygienepflichten nicht nachkommen und die Ergebnisse der Prüfungen auch öffentlich bekannt zu machen. Am besten genau vor Ort, bei den betroffenen Betrieben.