20 Jahre Gasthof Brendel gefeiert: Smoke on the Ochsenkeule

Jubiläumsfeier: Küchenchef Dirk Brendel (li.) in Aktion

Das Jubiläumsfest am gestrigen Sonntag war eine kitzelige Angelegenheit für Elisabeth und Dirk Brendel. Gewitter waren angesagt und das EHEC-Problem musste auch in ein entsprechend modifiziertes kulinarisches Angebot umgesetzt werden. Aber die Brendels wären nicht die Brendels, wenn sie so eine Herausforderung nicht souverän meistern würden. Der Wettergott wurde mit wunderbaren Naheweinen bestochen, weshalb die Veranstaltung bis etwa 18 Uhr trocken im Garten über die Bühne gehen konnte. Und Küchenchef Dirk Brendel ging mit offensichtlicher Begeisterung seine Rezepturen aus dem Smoker an, der wie eine Dampflokomotive im Biergarten des Restaurants seinen Dienst tat. Also der Smoker, nicht der Chef. Nur damit da nix falsch verstanden wird.

Perfekte Pommes aus der Tüte

Das Essen war, wie immer, voll und ganz überzeugend. Vor allem die – wenn ich es recht in Erinnerung habe – 20 Stunden gesmokte Ochsenkeule war großartig. Gleichwohl bereiteten auch Rindswurst, Lachsforelle, Spare Ribs, Jamaikanisches Huhn und nicht zuletzt die großartigen Pommes, in der Tüte serviert, uneingeschränktes Essvergnügen.

Smoker: Gart und zaubert Raucharomen ins Essen

Ende 1992, ein Jahr nach der Eröffnnung, war ich das erste Mal bei den Brendels essen und gleich von Konzept, Küche und Gastfreundschaft überzeugt. Damals war das gerade in die Verantwortung der nächsten Generation übergegangene Lokal mit seiner fast hundertjährigen Familiengeschichte kulinarisch noch ein absoluter Geheimtipp. Heute ist es weit über die Grenzen Duisburg bekannt und beliebt. Der kompottsurfer wünscht den Brendels weitere 20 erfolgreiche Jahre – wenn sie denn überhaupt so lange weitermachen wollen. Zu wünschen wäre es in jedem Fall.

Und das alles gab’s auf dem Teller …