Zwei Köche, ein Stil, ein Ziel: Kettwiger Résidence mit neuer Doppelspitze am Herd avangardistischer ausgerichtet

Im vergangenen November berichtete der kompottsurfer über den bevorstehenden Wechsel in der Küchenleitung des Essen-Kettwiger Spitzenrestaurants Résidence. Inzwischen wurde der personelle Umbau mit der Inthronisierung von Eric Werner und Erik Arnecke vollzogen und durch einen gestalterischen Umbau der Gasträume unterstrichen.
Und so braucht es nicht mal die kleinste kulinarische Kostprobe, sondern nur einen Blick in die neu gestalteten Räumlichkeiten, um die künftige Ausrichtung der Résidence zu dechiffrieren. In enger Abstimmung mit Patron Berthold Bühler hat Architektin Anke Müller-Jacobs einen Ort in Szene gesetzt, der in seiner Farbgebung hell, dezent und minimalistisch ist, auf Glanz im eigentlichen Sinne durch das Fehlen spiegelnder Flächen verzichtet, gleichwohl durch pointiert gesetzte Elemente mit weichen Formen Behaglichkeit schafft. Im Gespräch bestätigt mir Müller-Jacobs, dass es darum geht, eine Atmosphäre zu schaffen, die höchste sinnliche Zuwendung zum Essen ermöglicht. Das entspricht dem allgemeinen Ansinnen der kulinarischen Avantgardisten in der Welt, alle beeinflussbare Faktoren, die eine Konzentration auf das Wesentliche, auf das Essen beeinträchtigen könnten, wegzudimmen.
Es hat nur wenige Stunden gedauert, um die Erkenntnis zu gewinnen, dass hier viel in Bewegung gekommen ist, und sich ein Team von Küche bis Service in geradezu enthusiastischer Aufbruchstimmung befindet. Der kompottsurfer ist sehr zuversichtlich, dass die Doppelspitze in der Küche gut harmonieren und Arnecke / Werner die Dinge auf einen guten Weg bringen werden.
Und Sommelier Alfred Voigt wird weiterhin außergewöhnliche Tropfen zum Gesamterlebnis beisteuern. So wie er kürzlich bei der Pressekonferenz mit einem wunderbaren Roten Silvaner aus dem Elsass überraschen konnte, wird er auch in Zukunft für alle Gelegenheiten die passenden Kreszenzen parat haben.