kompottsurfer besucht Busche-Spendengala "Spitzenköche für Afrika" im Berliner Hotel Adlon Kempinski

Im Februar hatte der kompottsurfer das Hilfsprojekt Spitzenköche für Afrika (Menschen für Menschen / Böhm-Stiftung) mit einem sechstägigen Spendenlauf schwitzend unterstützt. Dass man Spitzenköche für Afrika auch glamourös helfen kann, zeigte die Busche-Spendengala vorgestern Nacht im Berliner Hotel Adlon Kempinski. Der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Klaus Wowereit, durfte dabei natürlich nicht fehlen. Er pries die Vorzüge Berlins als Touristenmetropole, bemängelte mit einem Augenzwinkern, dass der Busche Verlag in seiner neuesten Ausgabe des Aral-Schlemmer-Atlas kein Restaurant der Stadt in den Stand der Besten der Besten berufen hatte und mahnte Besserung an.
Mario Adorf wurde im Rahmen der Gala vom Busche Verlag als Genießer des Jahres ausgezeichnet und hielt eine unterhaltsame Dankesrede. Hotelexperte Heinz Horrmann (Die Kocharena / VOX) gab als Laudator für den Hotelier des Jahres, Adlon-Chef Oliver Eller, einen kurzweiligen historischen Abriss zur Geschichte des berühmten Berliner Hotels zum Besten. Und Frauke Ludowig führte souverän durchs Programm.
Zu Essen gab es den ganzen Abend nichts. Quatsch. Natürlich wurde ordentlich aufgetischt, wie es bei einer solchen Veranstaltung erwartet werden darf. Hendrik Otto, Küchenchef im Adlon, hatte sich bei der Vorbereitung und Ausführung der kulinarischen Versorgung wahrlich nicht geschont. Allein acht unterschiedliche Starter wurden zum Empfang gereicht, darunter Gebackenes Entenrillete mit Grünem Tee, geräucherter Entenbrust und Apfel sowie Tatar vom Linumer Milchkalb mit Trüffelschaum und Schwarzwurzel. Dann vier Vorspeisen wie Garnele mit Blutwurstkrapfen, Blutorange und jungem Lauch. Drei Suppen – unter anderem Emulsion von Süßkartoffel und grünem Curry – und sieben Hauptgänge, darunter Neuseelandhirschrücken mit Pilz-Haube, schwarzem Knoblauch und Mais-Blinis. Dazu zwei weitere Hauptgänge, präsentiert von Otto Gourmet, die Iberico Schwein und Wagyu Roastbeef aufboten.
Fünf weitere Gerichte wurden von Kempinski-Köchen u.a. aus Dresden und Hamburg beigesteuert. Und wer nach all’ dem noch Lust auf bzw. Platz für Süßes hatte und die Dessertstation aufsuchte, fand sich in einem Schlaraffenland mit diversen Zubereitungen wieder. Tartes, Eis, Crémes, Gelees – und das in geradezu überbordenden Mengen. Zu vorgerückter Stunde brachte mich übrigens ein Fruchtshot mit Vodga Redbull wieder nach vorne.
Überraschung des Abends für den kompottsurfer: Das am Sonntag hier gerade erst lobend erwähnte Weingut Siener war bei der Gala ebenfalls vertreten, und ich hatte Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre ein wenig mit dem sympathischen Gutsherren Siener über den gerade geernteten 2012er Jahrgang zu plaudern. Leider traf ich Deutschlands derzeit besten Koch, Joachim Wissler, erst, als ich schon im Rausgehen begriffen war. Hätte mich gern noch ein bisschen mit ihm ausgetauscht. Wir haben uns dann vertagt. Alles geht halt nicht an ao einem Abend.