Pferdefleisch in Tiefkühllasagne: Der kurioseste Lebensmittelskandal der Geschichte erreicht NRW

Pferdefleischskandal: Wenn’s aus der Lasagne wiehert

Laut Verbraucherministerium NRW ist falsch deklarierte Tiefkühlware nun auch in Deutschland aufgetaucht. “Die Lieferungen”, so heißt es, “betreffen nicht nur Discounter und Lebensmittelketten, sondern auch andere Lebensmittelunternehmen.” Der kompottsurfer hatte bereits vor einigen Tagen über die Entwicklung in Großbritannien berichtet, wo vermehrt TK-Rindfleischprodukte entdeckt worden waren, die bis zu 100% Pferdefleisch enthalten.
In den Kommentaren zum kompottsurfer-Beitrag wurde nicht zu Unrecht die Frage aufgeworfen, ob es nicht eine Aufwertung sei, wenn statt Rindfleisch aus Massenzucht ein paar in Freiheit und Würde gealterte Pferdchen zu Hackfleisch verarbeitet werden. Okay, das mit der Freiheit und Würde wissen wir natürlich nicht so genau, aber von einer Pferde-Massenzucht zu Verzehrzwecken ist dem kompottsurfer bislang nichts zu Ohren gekommen. Vermutlich ist das Fleisch also von besserer Qualität als es das Rindfleisch je gewesen wäre. Natürlich ist das keine Rechtferigung für Verbrauchertäuschung, die zweifelsfrei vorliegt, aber im Vergleich zu früheren Lebensmittelskandalen, wo eine Gefährdung der Gesundheit des Verbrauchers zu beklagen oder mindestens zu befürchten war, ist diese Geschichte in ihrer direkten Wirkung offensichtlich eher harmlos. Die Gefahr ist eher im strukturellen Bereich zu suchen, denn wo Pferdefleisch scheinbar mühelos und massenhaft in Produkte eingebracht werden kann, wo es nicht hingehört, sind auch andere Beimengungen möglich, die vielleicht nicht mehr so harmlose Auswirkungen haben.