Scharf angepflaumt: Das Ruhrpott-Chutney des kompottsurfers

Zwei Jahre trug der Pflaumenbaum im elterlichen Garten zur Erntezeit nur homöopathische Mengen Früchte. Aber jetzt will der Baum offensichtlich alles wieder gut machen. Es hängen unglaubliche Mengen Pflaumen drin. Noch immer, obwohl sicher schon 30 Kilogramm abgeerntet sind. Nun hatte ich mit einem Mal so viele frische Pflaumen in der Küche stehen, dass mir flugs einfallen musste, was ich mit den Mengen anstellen wollte. Und wie kriegt man solche Mengen am besten schnell und schmackhaft verarbeitet? Klar, einkochen. Da ich kein Freund von Marmelade bin, hab’ ich Chutney gekocht. Das unerfeuliche daran ist: Es wird dauern, bis ich weiß, ob das Chutney etwas taugt, weil es nun mal eine Weile ruhen sollte.
Was habe ich da alles reingetan? Nun ja, ich hab’ immer mal wieder was nachgeladen, weil mir Zwischenverkostungen aus dem Eingekochten noch nicht schmeckten, deshalb gibt’s keine Mengenangaben. Also neben den Pflaumen sind Ingwer und Chilis drin, weißer- und  Muscovadozucker, Madeira, gehackte Tomaten, rote Zwiebeln, Lorbeer, Zimt, Zitronenabrieb, Balsamico und wahrscheinlich noch irgendwas, aber das ist mir inzwischen entfallen. Ich werde berichten, wie das gereifte Pflaumenchutney zu Weihnachten schmeckt. Eine erste Probe mit Ziegenfrischkäse schmeckte durchaus vielvesprechend, aber noch nicht so wie es hoffentlich in ein paar Monaten schmecken wird.