Eat & Run: Das Leben der Ultralauflegende Scott Jurek und seine besten Kochrezepte

Er ist einer der erfolgreichsten Ultraläufer aller Zeiten, und er hat viel zu zu erzählen. Scott Jurek aus Minnesota beschreibt in seinem gerade auf Deutsch erschienenen Buch Eat & Run – Mein ungewöhnlicher Weg als veganer Ultramarathon-Läufer an die Weltspitze wie es ihm erging in seinem bisherigen Leben, wie er das Laufen entdeckte, Lust am Kochen entwickelte und eine ganze Reihe bedeutender Rennen gewann. Sieben Mal das Western States 100, drei Mal Badwater, drei Mal den Spartathlon und ein Mal das Hardrock 100, um nur die wichtigsten Siege zu nennen.
Scott lässt den Leser nah heran an sein Leben, seine Zweifel, seine Hoffnungen, seine Trauer und seine schwierigen familiären Umstände. Warum ist er der geworden, der er heute ist? Ein Ultraläufer, der in den letzten zwanzig Jahren vom Grillfleischfan zum Veganer wurde, und das ohne missionarischen Eifer. Ein Literaturfreund, der Yoga schätzen lernte, immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und persönlicher Weiterentwicklung. Und dem selten der Humor abhanden zu kommen scheint. Mit Vergnügen liest man zum Beispiel über seine Aufholjagd beim Badwater Ultramarathon, einem 217-km-Lauf über die asphaltierte Herdplatte von Landstraße durch das Death Valley, einem der heißesten Orte des Planeten: ” …. Was sollte also schiefgehen? Genau das sollte ich bei Kilometer 112 herausfinden. War ich im einen Moment noch förmlich über die Straße geflogen, so fühlte ich mich im nächsten, als müsste ich sterben. Ich fing an, in der Wüste nach einer Klapperschlange Ausschau zu halten. Wenn ich gebissen würde, wäre es keine Schmach aufzugeben.” Er fand keine Klapperschlange, gab nicht auf und gewann das Rennen.
Und was ist über seine Rezepte zu sagen? Nun, der kompottsurfer wird wohl nie zum Veganer werden, es reicht ja nicht mal zum Vegetarier. Trotzdem sind für unsereins ein paar reizvolle Rezepte dabei, denen Scott Jureks Weltoffenheit anzumerken ist. Das eine oder andere davon wird hier wohl in Kürze mal ausprobiert. Schokolade-Azuki-Schnitten zum Beispiel, die sich auch als Rennverpflegung eignen sollen, unter anderem mit getrockneten Azukibohnen, Misopaste und Gojibeeren zur Bitterschokolade. Oder Chili sin Carne auf Minnesota-Art bei dem Bulgur die komplexen Kohlenhydrate liefert. Auch den Linsen-Pilz-Burger wird der kompottsurfer beizeiten mal in Angriff nehmen.