Und sie gucken doch: Kitchen Impossible mit guter Quotenentwicklung

Da macht der kompottsurfer mal gar keinen Hehl aus seiner Freude: Das so unterhaltsame wie lehrreiche Kochformat Kitchen Impossible (VOX) kann einen erfreulichen Quotenanstieg verzeichnen. An dieser Stelle wurde ja schon geunkt, dass die sehenswerte Sendung einen schweren Stand haben könnte am Sonntagabend in Konkurrenz zum Tatort, so wie es sich bei den Pilotsendungen vor gut einem Jahr auch andeutete. Aber nein, wie das Quotenmeter meldet waren am vergangenen Sonntag insgesamt 1,68 Mio. Zuschauer dabei als Tim Mälzer in einer Nerven aufreibenden Schlacht gegen Meta Hiltebrand antrat.
Die Sendung verfolgt die Idee, Tim Mälzer gegen hochdekorierte Kolleginnen und Kollegen kochen zu lassen. In jeder Folge ist ein anderer an der Reihe, Mälzer herauszufordern. Sozusagen eine Art Schlag den Raab am Herd. Dabei suchen die Kombattanten die Aufgaben für ihren Gegner selbst aus. Es geht im Prinzip immer darum, besondere Gerichte nachzukochen, die in irgendeinem Lokal irgendwo in Europa auf hohem Niveau serviert werden. Wer mit der Aufgabe betraut ist, kennt nicht das Rezept sondern hat das Essen nur probieren dürfen. Wie gut die Aufgabe am Ende gelöst wurde, darüber entscheidet eine Jury vor Ort, mit Juroren, die das Original bestens kennen. Letztlich ist die Benotung für den Zuschauer nahezu uninteressant, sie rundet das Geschehen nur ab. Wer aber einmal gesehen hat, wie Tim Mälzer mit einer Patisserieaufgabe an den Rand des Wahnsinns getrieben wird, kann mit den eigenen limitierten Fähigkeiten am Herd anschließend viel gelassener umgehen. Das sind Erkenntnisse fürs Leben.
Nächsten Sonntag tritt Mälzer gegen seinen Kumpel Alexander Herrmann an, mit dem er gemeinsam in der Jury von The Taste (SAT1) saß. Demnächst geht es dort ja ohne Mälzer weiter. Der kompottsurfer ist sicher, dass die beiden nicht die geringsten Skrupel haben, sich gegenseitig die Arbeit zur Hölle zu machen.
UPDATE 22. Februar: Mit der Sendung vom gestrigen Sonntag, bei der Tim Mälzer gegen seinen Kumpel Alexander Herrmann antrat und gewann, konnte Kitchen Impossible seine Zuschauerzahlen nochmals steigern. 1,93 Mio. sahen zu, wie Herrmann am offenen Feuer verzweifelte und Mälzer in einer offenen Markthallenküche. Endlich mal eine Kochsendung bei der man als Zuschauer erleben darf, dass auch gefeierte Spitzenköche längst nicht alles können und manchmal der Verzweiflung nahe sind. Und schön, wenn nicht nur Hobbyköche Frustrationstoleranz lernen müssen. Der kompottsurfer hatte ja schon nach der Pilotsendung 2014 geschrieben, dass das Format sehenswert ist und schon damals gehofft, dass mit Kitchen Impossible sich endlich mal eine rundherum kurzweilige Kochsendung im Programm behaupten kann. So wie’s aussieht, tut’s das.