Die heißen Tage sind da. Was sollen wir trinken?

Reden wir über Dehydratation. Ein Wort, das schon beim Aussprechen so klingt als hätte Flüssigkeitsmangel in unserem Hirn Verwirrungszustände ausgelöst. Und genau darum geht es: Wie gefährlich ist es wirklich, wenn wir nicht ausreichend trinken? Und was sollten wir einfüllen, wenn wir trinken?
Unspezifische Symptome wie Antriebslosigkeit, Krämpfe, Benommenheit und Kopfschmerzen können Anzeichen für einen Wassemangel sein. Wer Salzkrusten auf seiner Haut entdeckt oder beim Wasserlassen eine dunkelgelbe Färbung seines Urins feststellt, hat besonders an heißen Tagen heiße Indizien für einen Wassermangel.
Nun ist es keinesfalls so, dass wir ein solches Problem nur mit Wasser trinken gelöst bekommen. Normales Trinkwasser wird im Dünndarm nur langsam absorbiert, ist aber ein wenig Natrium und Glucose dabei, entsteht durch die gelösten Teilchen eine Art Sogwirkung, und die Flüssigkeit kann viel schneller durch die Darmwand gelangen. Es reicht also nicht, nur literweise Wasser zu trinken um Dehydratation vorzubeugen, es braucht auch etwas Natrium sowie kurz- bzw. langkettige Kohlenhydrate. Es ist deshalb durchaus angebracht, beim Kauf eines Mineralwassers auf einen hohen Natriumanteil zu achten, obwohl ja viele Abfüller gerne mit einem niedrigen Natriumgehalt werben, der unter anderen Umständen – zum Beispiel als Empfehlung für Bluthochdruckpatienten – ebenfalls Sinn machen kann. Hier geht es aber um die Fähigkeit unseres Körpers Wasser aufzunehmen und im Gewebe zu binden, und dafür braucht es nun mal Natrium. Auch für die Aktivierung diverser Enzyme ist Natrium von Bedeutung. Über 400 mg/l Natrium pro Liter sind für ein Mineralwasser ein sehr guter Wert. Fehlt das Natrium im Wasser, und wir trinken überreichlich davon, droht Hyponatriämie, landläufig auch Wasservergiftung genannt. Die Symptome sind dem Flüssigkeitsmangel nicht unähnlich. Schlimmstenfalls kann sogar ein Hirnödem drohen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist zugegebener Maßen gering.
Wasser und Natrium haben wir jetzt beieinander. Aber es fehlt noch was zu einem perfekten Getränk: die Kohlenhydrate. Womit wir bei den ungezuckerten, reinen Fruchtsäften sind, die als Beigabe zum natriumschweren und kohlensäurehaltigen Mineralwasser eine ideale Schorle ergeben. Für den kompottsurfer das wirkungsvollste Getränk an heißen Tagen, wobei der Fruchtsaftanteil nicht höher als 30% liegen sollte. Herkömmlichen Schorlen, die es fertig gemischt zu kaufen gibt, wird oft Zucker zugegeben, was sie schnell zu Kalorienbomben mutieren lässt. Außerdem ist der Natriumanteil meist zu niedrig. Deshalb Schorlen am besten selber mixen. Ist ja so schwer nicht.
Und noch ein Hinweis ist wichtig: Wer an heißen Tagen über Kopfschmerzen klagt, sollte nicht nur Wassermangel als mögliche Ursache im Hinterkopf haben, sondern auch mit der Einnahme von Schmerztabletten vorsichtig sein. Dehydratation plus Schmerzmittel sind ein gefährliches Duo, das Nierenschäden verursachen kann.

Ein Gedanke zu „Die heißen Tage sind da. Was sollen wir trinken?“

  1. Hallo Klaus.
    Das ist verständlich und ausführlich geschrieben.
    Danke für den tollen Beitrag.
    LG Nicola

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