Frohe Weihnachten. Und wir genießen mal ganz ohne kulinarische Protzerei.

Es war einmal ein Herr Schröder. Der traf im Restaurant seinen alten Schulkollegen, Herrn Schober, begrüßte ihn überschwänglich und bat ihn Platz zu nehmen. Kaum saß der Schober, zog Schröder Fotos aus der Sakkotasche: “Mein Haus! Mein Auto! Mein Boot!” Schober konterte. Zog mit Haus, Auto und Boot gleich und legte einen Brunnen, einen Pool und ein Pferd obendrauf. Und schließlich die Visitenkarte des Anlageberaters seiner Spaßkasse. Wirklich lustig war dieser Werbespot schon in den 1990er Jahren nicht. Einfach zu nah dran an der Realität.
Heute sieht die Wirklichkeit der Protzerei anders aus. Hobbyköche – ob prominent oder nicht – berichten in blogs und sozialen Netzwerken über ihre selbst kreierten Weihnachtsmenüs und die wunderbaren Weine, die sie dazu getrunken haben. Meine Gänsestopfleber, mein Rehrücken, meine Crème Brûlée. Oder so. Ja, auch ich erlag in der Vergangeheit gelegentlich dieser Angeberei. Aber mit dem Alter kommt die Reife, wie jeder Wein- und Käsefreund weiß. Und deshalb hier an dieser Stelle mal nichts über Weihnachtsmenü und Wein, sondern einfach nur ein entspanntes: Frohe Weihnachten! Feiert genüsslich und sperrt Stress und Ärger für eine Weile im Keller ein.