Endlich neue Hühner

Die Vogelgrippe hatte den Nachschub erschwert, deshalb musste mein geliebter Klosterberghof eine Zeit lang ohne Hühner auskommen. Jetzt sind wieder welche da, und mit dem Eierlegen kommen die Neuen auch schon gut aus dem Quark.
Klosterberghof (Bioland), Dahlhauser Str. 239, Essen

Dinkelpfannkuchen mit Apfel

Zutaten für drei Pfannkuchen (berechnet für eine Pfanne von 21 cm Bodendurchmesser): 50 g Dinkelvollkornmehl, 50 g Dinkelmehl (1050), 50 g Buchweizenmehl, 375 ml frische Vollmilch, 4 Eier, 1 gehäufter TL Sesamsamen (geschält), 1 mittelgroßer Apfel (z.B. Boskop), Butter, 1 Msp. Salz, Muskatnuss, Zuckerrübensirup (alternativ: Ahornsirup), Zimt
Zubereitung: Eigelb und Eiweiß trennen. Zum Eigelb das Mehl, die Milch, Salz und eine Prise frisch geriebene Muskatnuss in eine große Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren. Eiweiß zu Eischnee aufschlagen und unter die Teigmasse heben. Sesam bei milder Hitze in einem kleinen Topf ohne jegliche Fettzugabe leicht anrösten, derweil den Apfel schälen, vierteln, entkernen und anschließend in dünne Scheiben schneiden. Sesam mit den Apfelscheiben unter die Teigmasse ziehen.
Butter in eine Pfanne geben und bei knapp unter mittlerer Hitze zerlaufen lassen. Mit einer großen Schöpfkelle den Teig in die Pfanne geben und so lange backen, bis auf der Oberfläche kein flüssiger Teig mehr steht und der feuchte Glanz einem matten Schimmer gewichen ist. Dann den Pfannkuchen vorsichtig losrütteln und per Überschlag wenden. Alternativ geht’s natürlich auch mit dem Pfannenwender.
Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die Überschläge unfallfrei hinbekommen habe. Am besten nicht zu viel Butter in die Pfanne geben (ist nebenbei auch fettärmer) und den Mut haben, den Pfannkuchen hoch genug zu werfen. Aber bitte nicht mich verfluchen, wenn’s anfangs schief geht. Irgendwann klappt’s schon. Die Pfannkuchen vor dem Servieren mit etwas Zimt bestreuen und mit Zuckerrübensirup bzw. Ahornsirup bestreichen.

Die Koffeinierung Bochums

Jetzt treibt’s auch noch einen Ableger von Starbucks in die Bochumer City: In den Räumen des ehemaligen Café Zürich beheimatet (Dr.-Ruer-Platz), dürfte der neue Laden der ohnehin schon großen Konkurrenz an Coffee Houses in der Innenstadt nicht sonderlich schmecken, zumal Starbucks – im Gegensatz zu den meisten anderen Cafés – einen WLAN-Highspeed-Hotspot anzubieten hat. Außerdem wird ein erheblicher Teil der Kaffeesorten aus fairem Handel und ökologischen Anbau bezogen.
Wegen seiner Marktmacht in Verbindung mit sozialem Anspruch steht die börsennotierte Company unter besonderer Beobachtung von Umweltaktivisten. Das Unternehmen umfasst über 10.000 Niederlassungen in aller Welt und erwirtschaftete 2005 einen Nettogewinn von 6,4 Mrd. Dollar. Das erste Lokal, im Hafen von Seattle gelegen, eröffnete 1971.
Bei der Namenssuche fischten die drei Gründer des Unternehmens in Herman Melvilles Roman Moby Dick und zogen dabei den Namen des ersten Maats und Steuermanns von Captain Ahab heraus: Starbuck. Der Name war zu dieser Zeit offenbar sehr angesagt, denn so nannte sich auch der zur ersten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) gehörende Holger Klaus Meins, der 1974 durch Hungerstreik im Gefängnis starb und dessen Biographie 2003 von Gerd Conradt verfilmt wurde. Meins alias Starbuck saß nach seiner Verhaftung unter anderem auch im Hochsicherheitstrakt der JVA Bochum ein. Der Kaffee dort war damals ähnlich berüchtigt, wie einige der Insassen. Fragt bitte nicht, woher ich das weiß … .

Sushissimo im Akasaka

Wieder mal bester Stoff im Akasaka: Tempura-Variationen, Nigiri Sushi und Sashimi. Draußen ist ständig Polizei und Feuerwehr unterwegs, wegen Gewitter, aber leider nicht, um den Typen vom Nebentisch (offenbar Stationsarzt) abzuholen, der mit dem Esprit der telefonischen Zeitansage seine Weisheiten über Sushi, Japan, Afrika und das andere Körpergefühl der Menschen, die dort leben referiert. Und zwar derart laut , dass mir vor Schreck ständig das Sushi von den Stäbchen hüpft.
Akasaka, Essen, Frankenstr. 423, 0201-1768030