Ich und mein Magnum

Gestern geriet ich zufällig in eine Reportage über industrielle Speiseeisherstellung, die in der Sendung Wissen auf N24 ausgestrahlt wurde. Sehr aufschlussreich, einmal zu sehen, wie Speiseeis (am Beispiel meines liebsten Industrie-Eises Magnum) produziert wird. Der Beitrag wirkte mir allerdings ziemlich PR-lastig, kritische Blickwinkel (z.B. künstliche Aromastoffe etc.) fehlten leider. Immerhin konnte ich mich in meiner Vermutung bestätigt sehen, dass die Einarbeitung feinster Luftbläschen an der perfekten Herstellung luftig-cremiger Eiskreationen entscheidenden Anteil hat. Mal sehen, wie ich die Erkenntnis im Hausgebrauch praktisch und erfolgreich umsetzen kann
Nachtrag: Angeblich braucht es drei Tage, bis die Schokoladenhülle so ausgehärtet ist, dass der typischen Knackeffekt beim Reinbeißen entsteht.

Fargano eröffnet Shop in Dortmund

Bisher konnten die hochwertigen Arganöle der Firma Fargano nur Online oder per Telefon bestellt werden, aber ab morgen 11 Uhr gibt es sie auch in einem Shop in der Dortmunder City. Der Ordnung halber muss allerdings erwähnt werden, dass in dem Laden an der Balkenstraße 8 hauptsächlich Kosmetikprodukte verdealt werden sollen, aber die besonderen Argan- und Traubenkernöle gibt es eben auch.

Essen mit dem Zeigefinger: Gebote der politischen Korrektheit

Wider den Gaumen-Stalinismus titelte heute der Kollege Ullrich Fichtner auf Spiegel Online, und natürlich geht es um das Thema Ethik im kulinarischen Genussraum. Im Grunde ist ja alles schon fünfmal rauf und runter diskutiert worden, trotzdem gibt es immer wieder neue Nahrung für den gelegentlich an Selbstzweifeln nagenden Gourmet. Fichtner beschreibt das eindrücklich. Es wird aber auch deutlich, wie sehr er als Gefangener dieser Situation in das übliche Rechtfertigungsschema verfällt. Mir geht das oft ähnlich. Obwohl ich mich nicht als Gourmet fühle.

Neue Schweinerei in Deutschlands Spitzenrestaurants

Iberische SchweineFür Spitzenköche ist das Beste gerade gut genug. Wenn’s um Fleisch geht, erwarten viele Gäste aber inzwischen nicht mehr, dass unbedingt Filet von Kalb, Rind oder Lamm serviert wird. Ein gutes Schwein tut’s auch. Nach dem Schwäbisch-Hällischem Landschwein kommt nun auch das Iberische Schwein zu höheren Weihen und landet auf den Arbeitsflächen der deutschen Kochelite. Das Schwäbisch-Hällische Schwein galt zwischenzeitlich sogar als ausgestorben, da ihr Fleisch nicht mehr gefragt war. Es ist nicht sonderlich mager, dadurch aber sehr geschmackvoll. Und das wissen immer mehr Gourmets zu schätzen. Das Iberische Schwein lebt halbwild und wird vorwiegend mit Eicheln gemästet. Es wird für den berühmten Jamón Ibérico verarbeitet. Inzwischen kann das Fleisch vom Iberischen Schwein zur Weiterverarbeitung auch über gut sortierte Importeure in Deutschland bezogen werden.