4. FoodTec-Tage in Köln

Auf der Internetseite zu den Kölner foodTec-Tagen (28.-29. März) fand ich dieses merkwürdige Foto unter dem Schlagwort Verkaufsgespräch. Kann mir das mal jemand erklären? Mir fehlt es an Phantasie. Die Messe jedenfalls hat Themen aus den Bereichen Prozesstechnik, Verpackungstechnik und Lebensmittelsicherheit im Fokus, wozu es auch einige Vorträge geben wird. Die Bioverfahrens- und Lebensmitteltechnikerin Eva Martinez Diaz vom TTZ Bremerhaven referiert zum Beispiel über Qualitätssicherung von Obstsäften. Insbesondere geht es um Verunreinigungen, die während der Produktion durch Milchsäurebakterien entstehen können. Genau deshalb presse ich meine Orangen immer gleich selbst aus. Das geht wahrscheinlich auch nicht bakterienfrei ab, aber ich habe einfach das Gefühl gesünder zu trinken.

Die Milch, der Mensch und das Laktose-Gen

Ulrich Bahnsen erläutert in der digitalen Zeit, wie Veränderungen in der Genstruktur der Europäer in nur 7000 Jahren dazu führten, dass wir heute überwiegend keine oder nur wenige Probleme mit Laktose-Intoleranzen haben. Nur noch wenige Europäer müssen heute Rohmilchkäse, Caffé Latte oder andere mit Milch hergestellte Produkte aus ihrem Speiseplan streichen, weil sie ihnen Magenprobleme bereiten. Früher war es umgekehrt. Wie Bahnsen schreibt, sorgt ein regulierendes Element im LCT-Gen dafür, dass europäische Mägen inzwischen nur noch selten grollen, wenn sie es mit Lactose zu tun bekommen. Da frage ich mich als Mutant unwillkürlich, welche meiner Gene in Zukunft noch degeneriert werden. Wer weiß, vielleicht müssen meine UrUr-Enkel täglich Sprit tanken, damit ihr Körper richtig funktioniert. Bei uns funktioniert der Körper ja derzeit nach dem Tanken eher weniger.

Farbige Überraschung am Marktstand

Gestern sah ich am Käsestand auf dem Bochumer Wochenmarkt Grün. Eigentlich hätte ich Rot sehen müssen, denn der grün marmorierte Käse, den ich da entdeckte, wird unter der Bezeichnung “Jacobean” geführt. Und wenn ich an die Jakobiner denke, fällt mir sofort Maximilien de Robespierre ein, der Blutrichter der Französischen Revolution. Der Käse müsste also Rot sein. Ist er aber nicht. Vielleicht eine besondere Form des britischen Humors, dem dieser, mit Salbei aromatisierte Cheddar-Käse (50% Fett in Trockenmasse) seine Bezeichnung verdankt. Mich wundert allerdings die Farbintensität des Käses. Von Salbei allein, vermute ich mal, sollte der Käse nicht so grün werden können. Ach ja, bevor ich’s vergesse: Geschmeckt hat er auch. Aber mit 2 Euro pro 100 Gramm ist der (pasteurisierte) Jacobean kein Schnäppchen.