Beeinflusst der Preis das Weinerlebnis?

Es ist schon ein paar Jahre her, da wirkte ich bei einer TV-Produktion des WDR mit. Sternekoch für einen Tag hieß die Sendung. Tagesschausprecher Jan Hofer hatte im Dorstener Restaurant von Björn Freitag (Goldener Anker) für einen Abend die Regie am Herd und 40 geladene Gäste zu bekochen. Die wussten nicht, wer da für sie am Herd stand, nur dass es ein Prominenter ist, und sie sollten sein Können beurteilen. Ich gehörte zu einer kleinen Expertenjury, die – neben den geladenen Gästen – ebenfalls ein Urteil abgeben sollten. Björn machte Jan Hofer Angst als ich ins Lokal kam und er mich über die Videoüberwachung im Eingangsbereich erkannte: “Den kenn’ ich … der ist böse.” Ich bekomme heute noch Lachanfälle, wenn ich an die Szene denke. Wie auch immer, nicht nur Hofers Fähigkeiten wurden getestet. Wir als Experten auch. Dabei ging es um Wein. Wir sollten herausfinden, ob die uns servierten Weine preislich über oder unterhalb von 15 Euro Flaschenpreis liegen. Die Aufgabe konnten wir problemlos lösen, mehr Schwierigkeiten bereitete uns die geographische Zuordnung der Weine und Rebsorten, und wir diskutierten sehr viel länger darüber, als es durch den Filmschnitt rüberkommt, aber das ist nur Nebensache.

Mir fällt diese Geschichte ein, weil vor wenigen Tagen eine Feldstudie von Forschern der Psychologischen Fakultät der Universität Basel erschien mit dem Thema “Der Einfluss des Preises auf die Wahrnehmung von Wein”. Die Studie legt dar, dass psychologische Faktoren unsere Wahrnehmung von Wein beeinflussen, wenn wir den Preis des verkosteten Tropfens kennen. Die Autoren schreiben, Preisinformationen wären bei Verkostungen ein manipulierender Faktor und belegen das durch Untersuchungsergebnisse mit 140 Blindverkostern, die drei italienische Weine probierten, welche entweder als niedrig-, mittel- oder hochpreisig eingestuft worden waren. Die Preiskategorien lagen bei rund 8,50 €, 30 € und 58 € pro Flasche. Einige Weine wurden ohne Preisinformationen präsentiert, einige mit dem richtigen Preis und einige mit unzutreffenden Preisen. Und was machten nun die Verkoster mit ihrem Wissen bzw. Nichtwissen aus den mitgeteilten Informationen? Billige Weine, die als viermal teurer gekennzeichnet wurden, bewerteten die Probanden als angenehmer. Andersherum wurden angeblich teuerste Weine, die aber nur ein Viertel des Preises kosteten, so angenehm beurteilt wie sie tatsächlich auch im richtigen Segment beurteilt wurden.

Ich weiß, der Versuchsaufbau ist nicht so einfach zu nachzuvollziehen, wenn man ihn so verkürzt darstellt, wie ich es hier tue. Am Ende wirklich wichtig ist aus meiner Sicht nur die Erkenntnis, dass billige Weine als angenehmer empfunden werden, wenn man glaubt, sie seien teurer. Der Preis funktioniert also nicht als Leitprinzip, und das verwundert mich überhaupt nicht. Als der Philosoph und Soziologe Georg Simmel (1858-1918) über das Verhältnis von Geld und Wert nachdachte, brachte ihn das, unter anderem, zu der Erkenntnis „… das Geld mit seiner Farblosigkeit und Indifferenz, sich zum Generalnenner aller Werte aufwirft.” Geld ist „der fürchterlichste Nivellierer. Es höhlt den Kern der Dinge, ihre Eigenart, ihren spezifischen Wert, ihre Unvergleichbarkeit rettungslos aus.” Die Studie scheint das zu unterstreichen. Der Kern der Dinge, in diesem Fall die Qualität des Weins, wird durch den Geldwert ausgehöhlt. Es scheint also gar nicht so einfach zu sein, seinen Sinnen zu vertrauen, sobald der schnöde Mammon ins Spiel kommt. Laut Wikipedia bedeutet Mammon im weiteren Sinne übrigens: „das, worauf man vertraut“.  So, und nun übe ich mich weiter darin, in Sachen Wein meinem Geruchs- und Geschmackssinn zu vertrauen.

 

Begegnung mit einem Garagenwein

Wie eine Garage riecht, davon hab’ ich eine ziemlich genaue Vorstellung: Primäraromen von Benzin, Anklänge von Motorenöl, ein Hauch Chrompolitur und im Abgang eine Spur Reifengummi. Als Kind spielte ich oft in der Garage einer Oldtimerwerkstatt, wenn ich in den Ferien meine Lieblingstante in Ostwestfalen besuchte. Da haben sich diese Gerüche eingebrannt und sind heute im Reich des Unbewussten mit positiven Erinnerungen belegt. Kein Wunder – so ziemlich jeden raren Mercedes habe ich damals besessen, im wahrsten Sinne des Wortes, auch wenn ich kaum übers Lenkrad gucken konnte. Ein Paradies war das. Meistens saß ich in einem schwarzen 170 V, der auf der Wiese gleich neben der Garage stand. Die Räder waren abmontiert, und das Chassis hatte man mit Backsteinen abgestützt. Ab und zu fuhren schmucke alte Karossen auf den Hof, aus denen ältere Herren stiegen, die aussahen wie aus einem Heinz-Rühmann-Film gesprungen.

Abgesehen von meinen persönlichen Erinnerungen, haften der Garage als solche noch ganz andere, geradezu phänomenale Geschichten an. So starteten einige bedeutende Hightech-Unternehmen, wie Hewlett-Packard, ihr Business in einer Garage. Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob die populäre Wortschöpfung Garagenwein von den Amerikanern erfunden wurde, mit Bezug auf die kreativen Gründer des Silicon Valley oder von den Franzosen, die den Begriff mit Kleinstmengen einer Weinproduktion erklären, die in eine Garage passen.

Aber was ist überhaupt ein Garagenwein? Ginge es allein um Kleinstmengen, wäre der Begriff heute sicher nicht so populär. Kleinstmengen produzieren manche namhafte Weingüter schon seit Jahrhunderten, allen voran in Burgund wie das Beispiel der Domaine de la Romanée-Conti zeigt. Niemand aber wäre im letzten Jahrhundert auf die Idee gekommen, einen Romanée-Conti als Garagenwein zu bezeichnen, weshalb ich auch davon ausgehe, dass der Begriff nicht auf den Umstand kleiner Produktionsmengen zurückgeht, sondern sich auf den Anspruch vereinzelter Winzer bezieht, herausragende Weine höchster Güte zu produzieren. Unabhängig davon, ob sie damit Geld verdienen. Es ist eher ein Aushängeschild für High-End-Ambitionen: “Seht her, was möglich ist!” Gleichwohl werden für viele Garagenweine hohe Liebhaberpreise gezahlt. Es muss also keineswegs ein Zuschussgeschäft sein.

Am Wochenende hatte ich mal wieder Gelegenheit, einen echten Garagenwein zu trinken. Schon sein Name machte klar, womit ich es zu tun hatte: Le Garage de Papa. Das Etikett – das ich erst nach der Verkostung zu Gesicht bekam – verriet aber nichts, was auf einen großen Wein schließen ließ: “Haut-Medoc, Jahrgang 2015, Cabernet Sauvignon – Merlot”. Kein berühmter Château-Name, keine Klassifizierung wie Grand Cru Classé, nichts dergleichen. Im Kleingedruckten, auf der Rückseite der Flasche, fand ich immerhin den schlichten Hinweis auf den Abfüllort: 33012 Gironde. Man muss schon solide geographische und postalische Kenntnisse der Bordeaux-Region haben, um die Postleitzahl als zum Örtchen Arsac gehörend zu dechiffrieren, das kaum 5 Kilometer südwestlich vom legendären Château Margaux entfernt liegt und Sitz von Château d’Arsac ist. Es ist am Ende eine Email-Adresse, die den Wein entlarvt und einen auf der Webseite www.pr-ws.com und im Universum von Pierre Raoux landen lässt.

Pierre Raoux’s Vater Philippe ist Besitzer von Chateau d’Arsac. Obwohl nur als Cru Bourgeois klassifiziert, haben die d’Arsac-Weine in den letzten Jahren ein Niveau erreicht, wo selbst manch’ höher eingestufte Cru-Classé-Wein nicht mithalten kann. Von dort also kommt Le Garage de Papa, gemacht von Pierre Raoux – in der Garage von Papa Philippe sozusagen. 2014 holte er davon den ersten Jahrgang ein. Aber erst Ende 2019 kam die auf 5.000 Flaschen limitierte Menge in den Handel. Idee dahinter: Der Wein (eine Cuvée aus 70% Cabernet Sauvignon und 30% Merlot) soll einerseits trinkfertig sein, wenn er ausgeliefert wird, zugleich aber noch Lagerpotenzial besitzen.

Pierre Raoux weiß, was es für einen außergewöhnlichen Wein braucht. Sein Unternehmen zählt zu den namhaftesten Exportfirmen für berühmte Bordeaux-Weine. Chateau Petrus, Margaux, Mouton und Lafite-Rothschild, Haut-Brion – er hat alles im Portfolio.

Den ersten Probierschluck 2015 Le Garage de Papa bekam ich blind serviert, in einer Reihe anderer Bordeaux-Weine unterschiedlicher Jahrgänge vom linken und rechten Ufer. Nun trinke ich nicht jede Woche Wein aus dem Anbaugebiet Bordeaux, und so balancierte ich solide an der Grenze zur patentierten Ahnungslosigkeit, die Weine geographisch und altersmäßig zu verorten. Als ich Le Garage de Papa vor der Nase hatte, pendelten meine ersten Gedanken hin und her zwischen Margaux und Paulliac. Irgendwas erinnerte mich an Margaux, aber etwas anderes an Paulliac. Schnell wurde mir klar: Ich muss mehr Weine aus der Region trinken, kann doch nicht sein, dass ich so unterschiedliche Stile nicht auseinanderhalten kann. Wie auch immer, der Stoff war großartig, ich notierte 93+/100 Punkte. Die Farbe: dunkles Purpur mit violetten Reflexen und schwarzem Kern. Im Duft opulent mit Aromen von Roter und Schwarzer Johannisbeere, Erdbeere, balsamische Noten, Gewürze und feine Röstaromen. Am Gaumen sauber, gut strukturiert, mit üppiger, reifer Beerenfrucht, gut eingebundenen Tanninen und sehr guter Länge. Jeder Cent der rund 30 Euro, die dieser Wein im Handel vermutlich kosten wird, ist bestens angelegt für ein außergewöhnliches Weinerlebnis zu einem besonderen Anlass. Einziger Haken: die geringe verfügbare Menge.

Es gibt übrigens einen Garagenwein aus Israel (eine Cuvée aus 70% Syrah und 30% Petit Syrah/Durif), der ebenfalls unter dem Namen Garage de Papa verkauft wird, produziert vom Weingut Lewinsohn. Vielleicht kann ich den mal bei der nächsten ProWein probieren, die nach zwei ausgefallenen Messejahren hoffentlich 2022 endlich wieder stattfinden kann.

Mehr Wein, weniger Bier – wie Corona unser Trinkverhalten verändert hat.

Nüchtern betrachtet, sind es nur Zahlen. Das Statistische Bundesamt meldet einen um 5,5% gesunkenen Bierabsatz für 2020 gegenüber dem Vorjahr. Der Bierbranche allerdings bereiten die nüchternen Zahlen reichlich Kopfschmerzen. Für sie braut sich gerade eine Krise zusammen, die vor allem kleine, regional aktive Betriebe in finanzielle Bedrängnis bringt. Sie leiden besonders unter den Schließungen in der Gastronomie und der Absage zahlreicher Großveranstaltungen.

Als die Meldungen dazu durch die Medien gingen, fragte ich mich sofort, welchen Anteil ich am sinkenden Absatz habe. Anders als bei meinen Laufkilometern, halte ich meinen Bier- und Weinkonsum nicht nach. Aber allein der Umstand, dass 2020 nur zwei statt der üblichen 15 bis 20 Stadionbesuche samt Vorspielbier, Stadionbier und Nachspielbier in meinem Kalender stehen, sagt einiges aus. Rudelgucken zur (verschobenen) Fußball-EM nicht eingerechnet.

Durchschnittlich 0,75 l Bier trinkt ein Zuschauer pro Saison im Stadion, wenn er denn nur ein Spiel besuchen würde, was – zugegeben – eine höchst theoretische Annahme ist, zumal der Anteil Kinder in den Zuschauerstatistiken nicht herausgerechnet ist. Die Menge hab’ ich mal über den dicken Daumen geschätzt, anhand der einzigen Zahlen, die ich ohne viel Aufwand auftreiben konnte und die aus 2013 stammen (also ohne Gewähr). Demnach hätte ich als Durchschnittstrinker wegen der Pandemie nur ein paar kräftige Schlucke weniger Stadionbier getrunken als üblich. Fällt also kaum ins Gewicht, könnte man meinen, aber auf die üblichen Zuschauerzahlen an 100 Spieltagen in Erster, Zweiter und Dritter Liga hochgerechnet, sieht das schon anders aus. Gut 35 Mio. Zuschauer pro Saison mal 0,75 Liter macht 26,25 Mio. Liter Stadionbier. Kneipenkonsum drumherum noch gar nicht berücksichtigt. Ebensowenig die unteren Ligen 4 bis 13. Ich versteige mich mal zu der steilen Annahme, dass von den 508 Mio. Litern Absatzverlust mindestens ein Fünftel aufs Konto des Fußballs gehen. Denn es sind ja nicht nur die Ränge im Stadion, die wegen der Pandemie leer bleiben müssen. Auch das Public Viewing fehlt. Wer vor Corona an Spieltagen von Bundesliga und Champions League durchs Bochumer Bermuda-Dreieck ging, sah die Fans zu Hunderten in den Kneipen vor den Großbildschirmen sitzen. Und die haben nicht alle Buttermilch getrunken. Beim Fußball gucken vor dem Fernseher daheim, komme ich dagegen nur selten auf die Idee Bier zu trinken. Zumindest nicht zu den üblichen Anstoßzeiten der Ersten oder Zweiten Liga. Um 13 Uhr die erste Maurerbombe Fiege aufplöppen zu lassen, käme mir auf dem Sofa sitzend nicht in den Sinn. Es sei denn, der VfL könnte mit dem Spiel den Aufstieg klarmachen. Aber soweit sind wir noch nicht. Und mehr als ein Appell im Sinne von Brösel Feldmanns Comicfigur Werner, fällt mir zur Unterstützung der Brauereien im Moment auch nicht ein: “Auch Du brauchst die GeWERNERschaft! Denn WERNER hilft Dir, Dein Bier auszutrinken!”

Und was ist mit Wein? Weder im Fußballstadion, noch in der Kneipe oder beim Wacken Open Air ist der Rebensaft erste Wahl. Im Restaurant dagegen schon. Aber die hatten über Monate dicht oder nur eingeschränkten Betrieb plus Außer-Haus-Service. Trotzdem ging der Absatz von Wein im letzten Wirtschaftsjahr deutlich nach oben. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte, stieg der Weinabsatz allein im Quartal April bis Juni 2020 um 12,5 Prozent. Man darf davon ausgehen, dass der gestiegene Heimkonsum die Umsatzrückgänge durch Gastronomieschließungen in 2020 mehr als nur kompensiert hat. Wenn ich das mal wieder auf meine Situation herunterbreche, muss ich feststellen: passt. Auch in Vor-Corona-Zeiten hab’ ich im Restaurant wenig Wein getrunken, schließlich musste man anschließend noch heimfahren, und wer mit dem Auto unterwegs ist, beschränkt sich dann eben auf ein kleines Glas statt eine halbe Flasche zum Essen zu leeren. Jetzt gönnt man sich Zuhause mehr gutes Essen und trinkt auch mehr guten Wein dazu. Gilt zumindest für mich und einige Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die mir ähnliches berichten.

In einem Interview mit der Autorin Stefanie Sargnagel auf Spiegel Online las ich kürzlich über deren leicht sedierendes Trinken im Lockdown. Das trifft es gut. Die Lage ist zu ernst, um sich zuzudröhnen und zu bedrückend, um sie stocknüchtern ertragen zu wollen. Auch da ist Wein aus meiner Sicht das ideale Getränk. Na dann, prost! Und bleiben Sie tapfer in diesen Zeiten!

Die besten Weine bis 10 Euro: Experten empfehlen ihre Favoriten

Bei mir hat vieles gelitten 2020. Das Knie, die Nerven, der Geldbeutel. Und ja, da mache ich gar keinen Hehl draus: Auch die Weinvorräte haben gelitten. Manchmal musste ich mir die Lage schöntrinken. Gastronomie dicht, Laufveranstaltungen abgesagt, Reisen verboten, Covidioten im TV zu spät den Ton abgedreht. Die Liste ließe sich fortsetzen. Eine gute Flasche Wein, zusammen mit einem köstlichen Essen, konnte da so manches Wunder bewirken im Scharmützel mit dem Corona-Blues.

Nun fiel auch der alljährliche rewirpower-Weintest den Umständen zum Opfer. Und wie die Dinge stehen, wird es nach 17 erfolgreichen Jahren auch keine Fortsetzung mehr geben. Ohne Zweifel haben wir in dieser langen Zeit Trends setzen können mit unserer Veranstaltung. Wer bot 2003 schon Probierpakete mit Weinen regional ansässiger, konkurrierender Fachhändler an, die sorgfältig und unabhängig von Experten und Weinenthusiasten getestet und ausgewählt worden waren? Wer bot überhaupt schon Probierpakete an, damals? Über den dicken Daumen gerechnet, haben wir in diesen Jahren insgesamt über 1.300 Weine getestet, je zur Hälfte Rot und Weiß. Anfangs lag unsere Preisgrenze bei 6 Euro, später bei 8 Euro. Und ich erinnere mich an so manche Perlen, deren Nachfolgejahrgänge ich noch heute gerne trinke. Ich bin wirklich stolz auf unsere Arbeit über die ganzen Jahre. Und ohne jede Übertreibung kann ich sagen, dass es mir immer eine große Freude war, im Rahmen der Verkostung mit so vielen wunderbaren Menschen zusammengearbeitet zu haben. Das schließt selbstverständlich auch jene ein, die hinter den Kulissen mit dafür gesorgt haben, dass alles rund lief, wie Ingo Adam, Christian Mark und Constance Scheffler. Dazu kommen Gunnar Arends mit seiner Agentur Seitenplan und der Fotograf Jens Nieth.Natürlich wäre das alles auch ohne die vielen Fachhändler aus dem Ruhrgebiet und Umgebung nicht möglich gewesen, die sich Jahr für Jahr diesem Wettstreit gestellt und im Anschluss gemeinsam mit ihren Mitbewerbern die Probierpakete an ihre Kunden ausgegeben haben. Vielen Dank für Euer engagiertes Mitwirken, so haben nicht nur wir, sondern auch viele Fans der Probierpakete viele interessante Entdeckungen machen können.

Nun wollte ich das Jahr 2020 nicht komplett ohne Weintipps ausklingen lassen und hörte mich deshalb bei unserer Jury um, welche ganz persönlichen Empfehlungen sie in diesem Jahr geben können. Vorgegeben war diesmal nur die Preisgrenze: 10 Euro. Da die Empfehlungen ganz individuell und abseits von Vergleichsverkostungen und Einreichungen aus dem Fachhandel zustande gekommen sind, werde ich – der Fairness halber – auch keine Bezugsadressen angeben. Da möge jede(r) Interessierte über das Internet selbst suchen und entscheiden. Lediglich ein Link zum Weingut wird angehängt. Manche der guten Tropfen sind ohnehin nur über Direktbestellung beim Winzer erhältlich.

Alle Tipps im Überblick:

Christine Dördelmann
Weißwein: 2019 // Maximin Riesling // Feinherb // Weingut Maximin Grünhaus //  Mosel // Deutschland (ca. EUR 8,50)
Rotwein: 2019 // Kalterersee Classico Superiore (Rebsorte: Vernatsch) // Kellerei Kaltern (Winzergenossenschaft) // Südtirol // Italien (ca. EUR 8,00)

Markus Del Monego
Weißwein: 2019 // Schiefer Riesling QbA // Trocken // Villa Huesgen // Mosel // Deutschland (ca. EUR 9,50)
Rotwein: 2018 // Walsheimer Silberberg QbA // Spätburgunder //Trocken – Im Holzfass gereift – // Weingut Karl Pfaffmann // Pfalz // Deutschland (ca. EUR 7,00)

Oliver Speh
Weiß: 2018 // WEISSBURGUNDER “T” // QbA Trocken // Weingut Tesch // Nahe // Deutschland (ca. EUR 8,60)
Rot: 2019 // Blauer Zweigelt “Elegant” // Weingut Türk // Kremstal // Österreich (ca. EUR 10,00)

Uwe Bende
Weiß: 2019 // Ürziger Würzgarten // Riesling Spätlese (Fruchtsüß) // Geschwister Albertz Erben – Weingut Merkelbach // Mosel // Deutschland (ca. EUR 8,50)
Rot: 2017 // Château Recougne // Bordeaux Supérieur // Frankreich (ca. EUR 10,00)

Klaus Dahlbeck
Weiß: 2019 // Weißer Burgunder “S” // QbA Trocken // Weingut Schweder // Pfalz // Deutschland (ca. EUR 8,90)
Rot: 2017 // Côtes-du-Rhône Réserve Rouge //  Famille Perrin // Frankreich (ca. EUR 9,30)

Bei einigen der Roten empfiehlt es sich, den Wein für mindestens eine Stunde zu dekantieren. Insbesondere der Blaue Zweigelt und die beiden Franzosen brauchen vor dem Trinken Luft. Viel Spaß beim Probieren!