Sushissimo im Akasaka

Wieder mal bester Stoff im Akasaka: Tempura-Variationen, Nigiri Sushi und Sashimi. Draußen ist ständig Polizei und Feuerwehr unterwegs, wegen Gewitter, aber leider nicht, um den Typen vom Nebentisch (offenbar Stationsarzt) abzuholen, der mit dem Esprit der telefonischen Zeitansage seine Weisheiten über Sushi, Japan, Afrika und das andere Körpergefühl der Menschen, die dort leben referiert. Und zwar derart laut , dass mir vor Schreck ständig das Sushi von den Stäbchen hüpft.
Akasaka, Essen, Frankenstr. 423, 0201-1768030

Explosiver Tomatensalat

Es wird Zeit, dass ich beim Bauern meines Vertrauens endlich die ersten wirklich geschmackvollen Tomaten des Jahres einkaufen kann. Was es ansonsten auf dem Markt gibt, frustriert mich nämlich oft so sehr, dass ich damit nur eine ganz spezielle Art von Tomatensalat zubereiten kann …

Kochprofis retten Big Easy nicht

Das RTL2-Kochprofiteam um Ralf Zacherl, Mario Kotaska und Martin Baudrexel hatte alles gegeben – genutzt hat es nichts: Das Essener Restaurant Big Easy ist schwer im Eimer und musste schließen. Natürlich wird jetzt wild spekuliert, ob sich die Betreiber mit dem Engagement der Kochprofis im letzten Jahr nicht ein Eigentor schossen, weil so auch der letzte Unwissende mitbekam, wie erschreckend unprofessionell es dort in der Küche zuging.
Die Hausbesitzer hoffen nun auf einen Nachfolgepächter. Die Hoffnung sei ihnen gelassen. Aber wer sich diesen riesigen Gastronomiebetrieb antut, sollte reichlich Mut und gute finanzielle Rücklagen mitbringen. Und auf die Kochprofis als Rettungsanker verzichten können.

Gastronomieloses Stiftshaus

Da wollte ich vorgestern entspannt im Biergarten des ehemaligen Nonnenstifts in Essen tafeln (formerly known as Altes Stiftshaus und G’Nau), und was musste ich sehen: einen Babybagger, der den Gehweg aufgeknabbert hatte. Also fix drüber geklettert (über das Loch, nicht über den Bagger), die Klinke gedrückt und eine Enttäuschung abgeholt: abgeschlossen, die Hütte. Mist! Und weil das als Ärgernis nicht reichte, musste ich mir auch noch einen Anpfiff von meiner Freundin abholen („hättest ja vorher mal anrufen können, dann wären wir nicht umsonst hingefahren“).
Im Aushang vor dem Lokal fand sich jedenfalls der Hinweis, dass für den 1.9. eine Neueröffnung geplant ist. Bin nicht sicher, ob tatsächlich 2006 gemeint war. Sei’s drum, zwecks Frustbewältigung wechselte ich die Straßenseite und orderte gegenüber bei Specht (Frankenstr. 109) einen monströsen Eisbecher mit neun Kugeln und Schlagsahne.